Jever

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monomonolog

da werkeln sie nun herum, die kleinen menschen, und haben alle schön ihre aufgabe. alle ihren platz, alle ihre fügung, um irgendwie ein ganzes zu ergeben. sie sind dabei auch noch glücklich, was, betrachtet man es genauer, ziemlich erstaunlich ist. könnte weinen vor glück, sehe ich die person, die mit akribischer unvernunft schließlich ihren letzten nimmt und vom neuen beginnt. was das auch immer heißen mag, kann mir nur marie erklären. sie beobachtet schon länger. außerdem sitzt sie dabei. ich stehe. bin deswegen aufgeregt müde.

Kunstwerk

Das schönste Kunstwerk ist der freie Tod. Das nicht-Sein ist der radikalste Weg das Sein zu verdeutlichen und damit das schönste Kunstwerk überhaupt. Es ist die einzig wirkliche Entscheidung die bleibt, darüber zu urteilen, ob eigenes Sein fortwährt oder nicht. Es ist gleichzeitig traurig, irrational und unnatürlich, bedeutet aber in Sachen der Kultur bis auf den letztmöglichen ontologischen Schluss zu gehen. Alle nicht gedachten Gedanken, alle nicht gesprochenen Wörter, werden durch die Negation der Existenz wahr, weil sie den nicht-Sinn ohne metaphysische Hintertür vergegenwärtigen. Was das heißen mag, sollte uns nur kulturell-künstlerisch vergegenwärtigen, sonst spräche es gegen die Kategorie der rational-analytischen Substanz, so sie wirklich selbsterhaltendes sei.